Mein Rehatagebuch

Das Reha Tagebuch

TAG 1:

Ich habe lockere, sportliche Kleidung angezogen und meine Turnschuhe dabei. Mit den Krücken ist es immer noch schwierig, vor allem auf der Treppe. Der Fahrdienst hat sich telefonisch angekündigt und war pünktlich um 8.30 da. „Warten Sie drinnen, wir helfen Ihnen.“ Ich war überrascht, wie locker und hilfsbereit der Fahrer war.
Er hat mir auch schon einiges darüber erzählt, was heute so auf mich zukommt.

Heute hatte ich meine ärztliche Eingangsuntersuchung. Wir haben über Ziele gesprochen und ich möchte wirklich wieder mobil werden. Ich habe ein gutes Gefühl, dass das klappen wird. Aber es wird sicher auch anstrengend.

8.00 Uhr Abholung

TAG 3:

Meine Physiotherapeutin ist eine ganz nette. Aber es ist auch anstrengend. Sie erklärt mir die Übungen und wir haben uns für die erste Woche schon ein Ziel gesetzt. Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie ich den Garten nächstes Jahr in Ordnung halten soll, oder auch nur richtig Spazierengehen. Aber auch der Arzt bei der Untersuchung hat gesagt, das kommt, Sie brauchen
aber auch Geduld.


Tag 5

Mittags hab ich hier richtig Hunger – anders als Zuhause. Vor allem, wenn wir im Trainingsraum waren. Vielleicht sollte ich nach der Reha mal mit regelmäßigem Sport anfangen. Das Essen ist auf jeden Fall abwechslungsreich und mir schmeckt es. Beim Essen treffe ich mich immer wieder mit anderen Patienten und wir können über unsere Fortschritte und Problemchen sprechen. Vor allem mit Petra.

Speiseplan

Samstag!!

Schon eine Woche ist um. Ich bin froh am Wochenende
den ganzen Tag im eigenen Zuhause zu sein, der Kater freut sich auch. Ich bin ganz gut die Treppe rauf gekommen. Nachher mache ich mir ein kleines Abendessen. Dass hätte ich vor einer Woche noch nicht gedacht.

Zuhause

Tag 8

Am Anfang habe ich den Gruppen-Trainingsraum nicht gemocht. Alle gucken dir zu und sehen wie schlecht man sich bewegt. Aber das ist natürlich Quatsch. Hier hat jeder sein Problem und ist mit sich beschäftigt. Die Therapeuten tauschen sich aber aus und man kommt selber auch immer wieder ins Gespräch. Die Zeit hier geht um wie im Flug. Hinsetzen und Aufstehen ist schon ganz normal und ich komme sogar runter bis auf den Boden.


Tag 9

Suuuper Wetter. Eigentlich müsste ich in den Garten. Aber hier gibt ein schönes Außengelände und wir gehen in der Gruppe spazieren. Peter hat mir einen Schrittzähler geschenkt, da gucke ich Abends drauf und bin verblüfft, wie unterschiedlich das an verschiedenen Tagen ist. Den behalte ich, dann bleibt man vielleicht besser in Bewegung.

Schrittzähler

Tag 10

Ich finde toll, dass ich die Therapeuten jeden Tag besser kennenlerne. Die kennen mich schon ganz gut und merken genau, wo ich mich lieber drücke. Aber ein paar Sachen klappen einfach nicht so gut. Ob ich wohl eine Verlängerung bekomme? Manchmal habe ich keine Lust, aber die Reha bringt mich wirklich weiter. Ich beiße jetzt mal die Zähne zusammen und mache öfter kleine Übungen. Das geht auch in den Pausen, wenn ich mal keinen Termin habe. Ich habe hier einen Lieblingssessel, aber da nicke ich auch schon mal ein.


Tag 12

Ich habe eine Woche Verlängerung bekommen. Und ich bin richtig froh. Wenn das so weitergeht, fühle ich mich in einer Woche bestimmt noch sicherer. Für die Verlängerung musste ich mich um nichts kümmern, das hat der Arzt hier gemacht.


Tag 15

Gestern hatte ich mein Badeschlappen vergessen, aber ich kann heute ins Bewegungsbad. Ich war ja jahrelang nicht mehr im Wasser, aber das ist richtig schön, so leicht. Die Übungen im Wasser gehen sehr gut und mir tut nichts weh. Vielleicht kann ich ja sogar mal wieder ins Schwimmbad gehen – wenn Peter mitkommt. Aber das dauert sicher noch eine ganze Weile.
Im Bad gibt es ganz viele Enten 🙂

Enten im Bad

Tag 19

Morgen ist meine Zeit hier schon um. Das ging schnell. Es hat sich so viel verändert. An die Schmerzen von früher denke ich gar nicht mehr und ich kann mich so viel mehr bewegen. Die OP war wirklich gut und die Reha hier genau die richtige Wahl. Ich kann hier sogar weiter Krankengymnastik auf Rezept machen und der Arzt hat mir ein Nachsorge Programm – IRENA – empfohlen. Da kann ich hier später die Trainingsfläche nutzen. Petra bleibt noch ein paar Tage, wir telefonieren. Ich muss mich noch bei den Mitarbeitern bedanken und Tschüss sagen.

Zettel: Petra anrufen